Auflastung auf 4,1 oder 4,2 Tonnen: so läuft das beim Grand California

Mein Grand California 680 ist mit Vollausstattung ständig an der Gewichtsgrenze. Wie aufwendig ist eine Auflastung?

Erfreulich unaufwendig, der Crafter als Basis ist da großzügig ausgelegt:

  • Vom 3,5-Tonner geht es auf 4,1 Tonnen, vom 3,8-Tonner sogar auf 4,2 Tonnen (die höhere Grenze beim 3,8er kommt durch Felgen mit höherer Traglast).
  • Das Beste daran: Nach den Erfahrungen aus der Community ist keine Änderung an Fahrwerk oder Felgen nötig. Ob das für dein Fahrzeug so gilt, bestätigt dir das Gutachten schwarz auf weiß.

Der Ablauf:

  1. Gutachten/Abnahme besorgen. Ein darauf spezialisiertes Sachverständigenbüro erstellt das Gutachten, Erfahrungswert aus der Community: rund 680 Euro.
  2. Fahrzeugschein ändern lassen. Mit dem Gutachten zum Straßenverkehrsamt, dort kostet der Eintrag nur einen kleinen Betrag (Größenordnung 20 Euro).
  3. Versicherung informieren. Meist ist keine neue Police nötig. Bei der Kfz-Steuer mit etwa 20 Euro mehr pro Jahr rechnen.

Woran viele nicht denken:

  • Über 3,5 t brauchst du den Führerschein Klasse C1. Ob dein vorhandener Führerschein das abdeckt (Stichwort alter Klasse-3-Schein), klär im Zweifel vorher bei der Führerscheinstelle, nicht erst nach dem Eintrag.
  • Über 3,5 t muss eine Warnleuchte an Bord sein (StVZO §53a).
  • Auch Tempolimits, Maut-Einstufungen und Überholverbote können sich je nach Land ändern, vorher kurz prüfen, was für die eigenen Reiseziele gilt.

Unterm Strich: Für alle, die dauerhaft schwer beladen unterwegs sind, ist die Auflastung eine der günstigsten Sorgenfrei-Maßnahmen überhaupt.

Moin. Habt Ihr für den Sachverständigen bzw. Gutachter eine Empfehlung, der oder die das günstig anbietet?

Ich denke am besten bist du bei Scholz aufgehoben. Guck mal unter www.fahrzeugauflastung.de

Okay :+1:, danke dir :smiling_face:

Sehr gerne, nicht dafur :wink: :slight_smile:

In Dingelstädt gibt es auch einen Anbieter:

I-Parts Eichsfeld

Kann ich bestätigen, habe meinen auch dort auf 4,1 t aufgelastet!

Ich habe gelesen, dass man den 3,88 Tonner auch ohne (das nicht ganz preiswerte) Gutachten auf 4,2 auflasten kann. Man geht zum TÜV und lässt die 4,2 eintragen. Damit sich die Gesamtmasse nicht ändert, wird das Mehrgewicht des Zugfahrzeugs bei der Anhängelast abgezogen.

Ist diese Information richtig und könnt ihr das empfehlen? Oder gibt es Nachteile, die ich übersehen habe.

Hallo, das hatte ich anfangs so mal gehört. Mein sonst sehr geschmeidiger Prüfer, bestand aber auf einen Fahrwerksumbau. Trotzdem das rein rechnerische Gesamtgewicht beider zul. Achslasten ja schon hoch genug war. Ich habe dann auf Lineppe Zusatzluftfedern umgebaut. Die konnte ich damals sehr günstig bekommen und habe damit 4,4 to zul. GesGw. eingetragen bekommen.

Das Thema Auflasten wurde ja schon in diversen Foren durchgekaut. Was jetzt aber neu ist, ist dass die Gutachten (ohne technische Änderung) angeblich nicht von jeder Zulassungsstelle akzeptiert werden und gerade in BAYERN, das nicht so einfach ist.

Lösung ist aber von Scholz in Vlotho erhältlich, daher einfach dort anfragen, die helfen kompetent weiter!!